Deine einfache Technik

von Mai 26, 2020Equipment, HR0 Kommentare

Tools und Technik für richtig gute Marketingvideos

Die Technik ist der Hauptgrund, warum viele erst gar nicht anfangen, Videos selbst zu machen. Es ist die Angst, nicht professionell genug rüberzukommen, vor allem weil es ja um die Außenwirkung der eigenen Person geht, oder das Firmen-Image.

Für meine Produktionsfirma Goldene Zeiten Media GmbH nutzen wir High End Technik. Die technischen Anforderungen an die Drehs sind jedesmal unterschiedlich. Sie hängen von vielen Faktoren ab. Vom Drehort. Vom Wetter. Vom Budget. Kreative Kameraleute haben außerdem genaue Vorstellungen, mit welchen Geräten sie sie am besten arbeiten können. Das ist eine Frage der individuellen Handschrift. Deshalb kaufen wir diese Geräte nicht, sondern leihen sie aus.

Die Ausrüstung, die Du für’s Video selbst machen brauchst ist nicht kompliziert. Es sind genau 5 Komponenten, die in kleinem wie im großen Maßstab immer wieder eingesetzt werden.

Selbst wenn Du Dir die einzelnen Tools mal näher anschaust, brauchst Du keine halbe Stunde. Da ist die Bedienungsanleitung für den Thermomix komplizierter.

#1 Deine Kamera - eine Linse!

Moderne Smartphones sind super.  Wir haben schon Kameras in Dokus eingesetzt, die nicht hallb so gut waren wie mein jetziges Smartphone, ein Huawei P20 Pro. Heute ist das schon ein älteres Modell. Vor kurzem ist das P40 Pro erschienen. Von der Leistung her ist mein  P20 Pro immer noch top. Es filmt in 4K und hat drei unglaublich gute Leica-Kameras an Bord. Ich sehe keinen Grund, es schon auszusortieren.

Natürlich geht es immer noch besser. Das iPhone 11 ist momentan das Nonplusultra, auch das Samsung Galaxy S20 produziert sensationelle Qualität.

Mit einer DSLR Kamera kannst Du einen Kinofilm machen. Brauchst Du das wirklich? Nein.

Auch webcams liefern gute Bilder. Das momentan beliebteste Modell ist das Logitech C920.

Für viel Bewegung im Bild ist die GoPro der Standard.  Manchmal brauchst Du aber genau das Gegenteil, weil nichts von Deiner Message ablenken soll.

#2 Dein Stativ für Ruhe im Bild

Wenn Du mit Deinem Laptop filmst, ist der Laptop selbst das stabilisierende Element. Sonst brauchst Du ein extra Tool, um Ruhe in Dein Bild zu bekommen und damit Du die die Hände frei zu bekommen.

Fotostative sind nicht die erste Wahl, denn sie sind im Neigungswinkel nicht zu verändern. Videostative kannst Du ankippen und damit ein schöneres Bild produzieren, mit Bewegung.

Schau Dir auch mal den handlichen Gorillapod an. Das Ding kannst Du um den Kühlschrankgriff wickeln oder um die Autotür, bist schnell und flexibel.

Manchmal brauchst Du Bewegung, um Deine Aussage am besten zu unterstützen. Es kommt dynamisch rüber, wenn Du läufst beim Filmen. Ich nutze dafür einen Gimbal, den Smove-Mobile. Neulich gab es auch einen von Rollei bei Lidl für etwa 60 Euro. Gimbals produzieren professionelle, ruhige und trotzdem bewegte Bilder

#3 Der gute Ton

Niemand schaut gerne Videos mit schlechtem Ton an.  Deshalb ist guter Ton ist ein Muss! Du brauchst ein externes Mikrophon. Der interne Ton der meisten Smartphones ist meist zu leise.
Günstige Lösungen gibt es schon ab 20 Euro. Viele nutzen das Ansteckmikro Smartlav+ von Rode. Es gibt neuerdings auch sehr gute kleine kabellose Mikros auf Bluetooth-Basis, so eines benutze ich.

Ein beliebtes Standmikrofon für den Schreibtisch ist das  „Snowball“ von Blue. Ich habe das „Yeti“ von derselben Firma. Es ist sehr einfach zu bedienen und sieht ausgesprochen schön aus.

Empfehlungen findest Du weiter unten in der Technikliste.

#4 Das schönste Licht

Wenn möglich, nutz  natürliches Licht, wo immer es geht. Wenn das Sonnenlicht sehr hell strahlt kannst Du es mit einem weissen Vorhang verteilen. 
Aufnahmen draußen werden am besten, wenn Du nicht bei greller Mittagssonne aufnimmst. Dann produzierst Du heftige Schatten, das sieht nicht schön aus. Besser werden die  Aufnahmen bei bedecktem Himmel. Damit kann die Smartphoneautomatik am besten umgehen.

Weil Du Dich nicht immer auf gute natürliche Lichtverhältnisse verlassen kannst, besorg Dir 2 Softboxen mit diffusem Licht. Vor allem Brillenträger sollten sich nicht auf LED-Ringleuchten verlassen. das gibt kreisrunde irritierende Reflexe auf der Brille. 

#5 Deine Schnittsoftware

Gerade als Unternehmer oder als Selbständiger hast Du wenig Zeit,. Deshalb solltest Du versuchen, Deine Videos in einem Rutsch aufzunehmen.

Dann brauchst Du das Material hinterher nicht auf Deinen Rechner kopieren, sondern kannst kurze Videos direkt  auf dem Smartphone schneiden.

Ich benutze die App „InShot Pro“. Kürze lediglich Anfang und Ende und blende Namen und meine Domain ein. Das sind ganz einfache Aktionen, und das kann praktisch jede Software die mit dem  Smartphone mitgeliefert wird.

Längere Videos schneide ich auf meinem Macbook mit Final Cut ProX. Weil ich auf dem laufenden bleiben will, habe ich auch einen Windows Laptop. Auf dem läuft Filmora Wondershare.

Diese Programme sind heute intuitiv und einfach zu bedienen. Du brauchst ohnehin nur die Basis-Funktionen. Deshalb kannst Du praktisch mit jedem Programm arbeiten. Magic Video Deluxe oder iMovie, geht alles bestens.

Wenn Du bisher noch  gar nichts in dieser Richtung hast, schau Dir Openshot an – preisgekrönt und kostenlos.

Brauchst Du konkrete Tipps?

Wenn Du noch nicht alle Teile zusammen hast, findest Du hier weitere Beispiele und Anregungen. Bitte check‘, ob die Produkte hinter den Links auch wirklich meiner Beschreibung entsprechen. Neulich hatte ich den Fall, dass Händler die Produkte hinter den Links ausgetauscht haben.

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